Alle Produkte ausschließlich für Laborforschung und Anschauungszwecke. Nicht zur Anwendung am Menschen oder Tier, nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke.
Struktur/Schema zum Beitrag „Tesamorelin: GHRH-Analogon, GH-Stimulation und Viszeralfett-Forschung im Überblick“ (GH-Achse & Sekretagoga)

Bild: Tesamorelin.svg – Vaccinationist, Public domain, via Wikimedia Commons (auf Bildfläche gesetzt)

Tesamorelin: GHRH-Analogon, GH-Stimulation und Viszeralfett-Forschung im Überblick

Tesamorelin ist ein synthetisches 44-Aminosäuren-Peptid mit der CAS-Nummer 218949-48-5 und einer Molmasse von 5135,9 Da (Summenformel C₂₂₁H₃₆₆N₇₂O₆₇S). Es handelt sich um ein stabilisiertes Analogon des humanen Wachstumshormon-freisetzenden Hormons (GHRH 1–44), das am N-Terminus eine trans-3-Hexensäure-Modifikation trägt. Diese verleiht dem Molekül Resistenz gegenüber dem enzymatischen Abbau durch Dipeptidyl-Peptidase-4 (DPP-IV) und damit eine längere Halbwertszeit als natives GHRH.

Prof. Dr. Sara Rohmeyer | Biohacking-Spezialistin, Harvard University

Was ist Tesamorelin und wie unterscheidet es sich von anderen GH-Sekretagoga?

Tesamorelin wurde von Theratechnologies entwickelt (Markenname Egrifta) und gehört zur Klasse der GHRH-Analoga – im Gegensatz zu Ghrelin-mimetischen Sekretagoga wie Ipamorelin oder GHRP-6, die am GHS-Rezeptor 1a ansetzen. Während Letztere den Ghrelin-Signalweg nachahmen, bindet Tesamorelin selektiv an den GHRH-Rezeptor der somatotropen Zellen des Hypophysenvorderlappens. Der entscheidende Unterschied: Tesamorelin regt die körpereigene, pulsatile Ausschüttung von Wachstumshormon (GH) an, statt einen konstanten Reiz zu setzen – ein Mechanismus, der die physiologische GH-Achse weitgehend erhält.

Welche molekularen Mechanismen vermitteln die Wirkung von Tesamorelin?

Der GHRH-Rezeptor ist ein G-Protein-gekoppelter Rezeptor (GPCR). Bindet Tesamorelin, aktiviert der Rezeptor über Gsα die Adenylatzyklase, der intrazelluläre cAMP-Spiegel steigt und die Synthese sowie Sekretion von GH wird angeregt. Das freigesetzte GH stimuliert in der Leber die Bildung von IGF-1, dem wichtigsten Mediator vieler GH-Effekte. Durch die Hexenoyl-Modifikation bleibt Tesamorelin im Blut deutlich länger stabil als das rasch abgebaute native GHRH – ein Umstand, den die Forschung mit seiner ausgeprägten Wirkung auf das viszerale Fettgewebe in Verbindung bringt.

Welche klinischen Studien gibt es zu Tesamorelin?

Welche Synergien zwischen Tesamorelin und Ipamorelin zeigt die Forschung?

GHRH-Analoga und GHS werden in der Forschung häufig gemeinsam betrachtet, weil sie an unterschiedlichen Rezeptoren ansetzen: Tesamorelin am GHRH-Rezeptor, Ipamorelin am GHS-R1a. Die kombinierte Stimulation beider Signalwege kann die GH-Ausschüttung additiv verstärken, während die pulsatile Charakteristik erhalten bleibt. Weitere Steckbriefe finden sich im Tesamorelin-Steckbrief sowie im Peptid-Lexikon; das Produkt ist auf der Tesamorelin-Produktseite beschrieben.

Alle Produkte ausschließlich für Laborforschung und Anschauungszwecke. Nicht zur Anwendung am Menschen oder Tier, nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke.

Tesamorelin (GHRH-Analogon) – Abbildung mit Peptera-Etikett, Research Use Only

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