Überblick
N-Acetyl Semax Amidat, im Handel oft kurz NASA genannt, kombiniert zwei Standardmodifikationen der Peptidchemie: eine Acetylgruppe am N-Terminus und ein Amid am C-Terminus (Ac-Met-Glu-His-Phe-Pro-Gly-Pro-NH₂). Beide Termini sind damit ungeladen und für Exopeptidasen schlechter angreifbar. Wie das allgemein funktioniert, erklärt der Beitrag N-Acetylierung und Amidierung.
Forschungsstand
Zur doppelt modifizierten Form sind uns keine peer-reviewten Primärstudien bekannt. Die nächstliegenden Arbeiten betreffen N-acetyliertes Semax: Stabilität gegenüber Proteolyse (PMID 23652441) und veränderte Metallkoordination mit Unterschieden in der Zytoprotektion (PMID 27586814).
Grenzen der Datenlage
Aussagen über eine gesteigerte Aktivität oder Wirkdauer der Amidform stammen aus dem Handel, nicht aus der Fachliteratur. Wer NASA untersucht, bewegt sich in wenig beschriebenem Terrain. Ein Vergleich mit Semax und N-Acetyl Semax im selben Versuchsaufbau ist deshalb besonders aussagekräftig.
Handhabung im Labor
Wie bei Semax. Für molare Konzentrationen die molare Masse von 855,0 g/mol verwenden; der Rekonstitutionsrechner hat dafür eine Voreinstellung.
Qualität
Reinheit per HPLC (mindestens 99 %). Die Massenspektrometrie unterscheidet die Amidform (855,0 Da) zuverlässig von der Säureform (856,0 Da). Die CAS-Nummer steht im Analysezertifikat der Charge.