Qualitätssicherung

Stand 11.9.2026

Jede Charge wird vor der Freigabe von einem externen Labor analysiert. Erst wenn Reinheit und Identität die Spezifikation erfüllen, geht sie in den Verkauf. Das Ergebnis ist ein Analysezertifikat (Certificate of Analysis, COA), das über die Chargennummer auf dem Vial abrufbar ist: zur COA-Bibliothek.

Reinheit: HPLC

Die Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (HPLC) trennt ein Gemisch nach Wechselwirkung mit einer Säule. Das Zielpeptid erscheint im Chromatogramm als Hauptpeak, Nebenprodukte der Synthese, etwa Fehlsequenzen, als kleinere Peaks. Die Reinheit ist der Flächenanteil des Hauptpeaks an allen Peaks. Unsere Spezifikation: mindestens 99 %.

Identität: Massenspektrometrie

Die Massenspektrometrie (MS) misst die Masse der Moleküle. Stimmt sie mit der theoretischen Masse überein, ist die Identität bestätigt: 813,9 Da für Semax, 751,9 Da für Selank. Die MS unterscheidet auch die modifizierten Formen, etwa N-Acetyl Semax (856,0 Da) vom Amidat (855,0 Da). Eine Oxidation des Methionins in Semax fiele als zusätzliche Masse von +16 Da auf.

Was auf dem Zertifikat steht

Angabe Bedeutung
Chargennummer Identisch mit dem Etikett des Vials
Reinheit (HPLC) Anteil des Zielpeptids an allen peptidischen Bestandteilen
Masse gemessen / theoretisch Identitätsnachweis
Gehalt Tatsächliche Peptidmenge im Vial, sofern bestimmt
Labor, Prüfdatum Wer wann geprüft hat; Verifizierungslink, falls angeboten

Was ein Zertifikat nicht sagt

Die HPLC-Reinheit sagt nichts über den Nettopeptidgehalt: Gegenionen und Restfeuchte zählen zur Einwaage, nicht zur Peptidmenge. Und kein Zertifikat trifft Aussagen über biologische Aktivität. Mehr dazu im Beitrag Was sind Peptide?.

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