
Bild: Humanin structure.png – Meodipt (talk), Public domain, via Wikimedia Commons (auf Bildfläche gesetzt)
Humanin
Überblick
Ein 24-Aminosäure-Peptid, das ebenfalls mitochondrial kodiert ist (im 16S-rRNA-Gen) und als erstes mitochondrial-abgeleitetes Peptid (MDP) identifiziert wurde. Humanin ist bekannt für seine neuroprotektiven und zytoprotektiven Eigenschaften.
Steckbrief
SequenzMet-Ala-Pro-Arg-Gly-Phe-Ser-Cys-Leu-Leu-Leu-Leu-Thr-Ser-Glu-Ile-Asp-Leu-Pro-Val-Lys-Arg-Arg-Ala SummenformelC₁₂₂H₁₉₄N₃₆O₃₁S₂ Molekulargewicht2.687 Da Aminosäuren24 Halbwertszeit\~30 Minuten (S14G-Analogon deutlich länger) HerkunftMitochondrial kodiert / synthetisch (auch als Analog S14G-Humanin)
Wirkmechanismus
Humanin bindet an mehrere Rezeptoren – den Formyl-Peptid-Rezeptor-ähnlichen Rezeptor 1 (FPRL1), den gp130/CNTFR/WSX-1-Rezeptorkomplex und intrazellulär an pro-apoptotische Bax-Proteine. Es hemmt die Bax-vermittelte mitochondriale Permeabilisierung und damit die Apoptose. Zudem moduliert Humanin die Insulin-Signalwege und zeigt anti-inflammatorische Effekte.
Forschungsgebiete
- Neuroprotektive Effekte in Alzheimer-Modellen
- Hemmung der Bax-vermittelten Apoptose
- Modulation der Insulinsensitivität und Glukose-Homöostase
- Kardioprotektion in ischämischen Modellen
- Altersabhängige Abnahme und Longevity-Zusammenhänge
Studien & Literatur
Alle Produkte ausschließlich für Laborforschung und Anschauungszwecke. Nicht zur Anwendung am Menschen oder Tier, nicht für diagnostische oder therapeutische Zwecke.


